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DESCRIPTION:Die immer noch verbreitete Geringschätzung des Mittelalters als
  einer finsteren Epoche zwischen Antike und Renaissance erstaunt. Die Spra
 che und Literatur des Mittelalters sind uns zwar meist fremd und daher kau
 m unmittelbar zugänglich. Sich jedoch darauf einzu- lassen heisst\, ein Fe
 nster in die Vergangenheit und damit in eine oftmals irritierend fremdar- 
 tige\, aber auch faszinierende Welt zu öffnen. Der Gewinn liegt nicht zule
 tzt in der deutlichen Erweiterung des Sichtfeldes. Am ersten Abend dieser 
 Vortragsreihe werden ausgewählte Gattungen und Einzelwerke in lateinischer
 \, besonders aber in alt-\, bzw. mittelhochdeutscher Sprache im Mittelpunk
 t stehen\, die zwischen der Mitte des 8. Jahrhunderts und dem Beginn der «
 Frühen Neuzeit» entstanden sind. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der höfis
 chen Liter- atur der mittelhochdeutschen Blütezeit.\nDass die Kirchenliede
 r Martin Luthers oder Friedrich Spees bis heute zum festen Liedbe- stand g
 ehören\, bedarf kaum der Erwähnung. Johann Arndts «Paradiesgärtlein voller
  christlicher Tugenden» (1612) oder Jodocus Wachsmuths «Christliche Lebens
 - und Selige Sterbens-Kunst» (1620) werden von heutigen Managern wieder em
 pfohlen. Die zentralen Fragestellungen der Zeit zwischen 1400 und 1700 hab
 en kaum etwas von ihrer Brisanz verloren. Der Umgang mit neuer Technologie
 \, mit Glaubensfragen\, mit Aussenseitern (Hexen- verbrennungen) und Ander
 sdenkenden macht die Epoche unzweifelhaft zu einer wichtigen Referenzperio
 de unserer Gegenwart. Doch welchen Stellenwert hat dabei die Literatur? Im
  Fokus des zweiten Vortrags stehen ausgewählte Autoren\, bzw. Einzelwerke\
 , die zwischen 1400 und 1700 entstanden sind: Ritter Oswald von Wolkenstei
 n (ca. 1376–1445) und sein vielschichtiges Werk\, der Humanist Erasmus von
  Rotterdam (1466–1536) und Hans Jacob Christoffel von Grimmelshausen mit s
 einem Epochenroman «Der abenteuerliche Sim- plizissimus» (1669).
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SUMMARY:Referent: lic. phil. Diether Demont-  DEUTSCHE LITERATURGESCHICHTE:
  ALTHOCHDEUTSCH BIS BAROCK
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