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Walliser Volkslieder revisited

Forum Wallis

KonzertFestival
Festival für Neue Musik Forum Wallis 2026

PROGRAMM

Walliser Volkslieder in bekannten und neuen Arrangements (UA) zum Zuhören und Mitsingen, gespiegelt an alter und neuer (UA) bolivianischer Volksmusik aus der Feder von Juan Arnez, Werke von Bregy, Meier, Lehner-Mutter, Imhof, Burgener/Hagen, Brantschen, Ruppen. Diese Konzerte finden im Rahmen des Programms "Volksliädär leeru und schi in er Famili singu" statt, zur Popularisierung des oberwalliser Volksliederguts.


MITWIRKENDE

Oberwalliser Volksliederchor
Juan Arnez (Los Kusis de Bolivia)
UMS'nJIP

 

LIEDERFOLGE

Land am Rottu (Schmid)
Am Grängjerseeli (trad.)
Ds Rägutropfji (Burgener)
Im stillen Hirtentale (Brantschen)
Morir enamorado (Arnez)
Tradicional (trad.)Navidad del Kanillita (Arnez)
Dr Hirt uf der Alpe Faldum (Bregy)
Weisch no (Ruppen)
Am Brunnen vor dem Tore (Schubert)
Los vivientes (Arnez)
Tradicional (trad.)
Nuestro sueño (Arnez)
Belalplied (trad.)
Guggisbergerlied (trad.)
Weischus dü (Meier)
Kaymanta Chinkasay (Arnez)
Dr Walliser Wässermaa (Lagger)
Tradicional (trad.)
Jesuquito (Arnez)
Münstiger Lied (Lehner-Mutter)
Abschied vom Gantertal (Imhof)

 

BIOGRAPHIEN

JUAN ARNEZ (*1950) ist ein bolivianischer Lyriker, Komponist und Musiker. Er spielt verschiedene Instrumente, darunter Gitarre, Charango, Quena-Quena, Zampoña, Tarka und Pinkillo. Die Armut und die Schwierigkeiten, mit denen er während seiner Kindheit in einer ländlichen Gemeinde von Colomi konfrontiert war, spiegeln sich in seinen wichtigsten Werken wider. Seit mehr als 40 Jahren lebt er in der Schweiz, wo er eine Familie gegründet hat und zu einer Art Botschafter der bolivianischen Folkloremusik geworden ist. Heute gilt er als einer der angesehensten autodidaktischen Komponisten in der Schweiz. Nachdem er 7jährig Vollwaise wurde, kam er in ein kirchliches Internat und arbeitete als Jugendlicher als Tagelöhner im Chapare. Arnez begann seine musikalische Laufbahn im Alter von 18 Jahren mit der Gruppe Kusi Huaynas, die später den Namen Los Kusis annahm. Die Gruppe nahm Schallplatten auf und unternahm zwischen 1970 und 1974 ihre ersten internationalen Tourneen nach Chile, Peru und Argentinien, wo sie bei Festivals Auszeichnungen erhielt. 1974 gingen sie auf Europatournee mit Konzerten in Belgien, den Niederlande, der Schweiz, Deutschland und Frankreich. Schließlich beschlossen sie, sich in der Schweiz niederzulassen, wo sie bis heute leben. Inkallajta war seine erste Komposition. Das Werk dauert fast zwei Stunden und vereint verschiedene Instrumente und Rhythmen wie Huayño, Morenada, Diablada, Cueca, Saya und Zampoñada. Misa Pachamama und Navidad Andina sind weitere Kompositionen von Juan Arnez, sie thematisieren in erster Linie Kinderarmut und Kinderarbeit. 2007 wurde sein Werk Misterio del Socavón zu Ehren der bolivianischen Minenarbeiter mit Los Kusis und den Spirit Singers des Kollegiums Brig unter der Leitung Stefan Ruppen und Adrian Zenhäusern in der Schweiz und danach auch 2013 in Deutschland aufgeführt. Diese Formation unternahm auch eine Bolivienreise mit Arnez' Werken. Ein weiteres Werk, das Oratorium El Movimiento del Mundo  wurde 2017 in der Schweiz uraufgeführt: Darin setzt er sich für Migranten ein und warnt vor Gewalt gegen Kinder. 2013 gelang ihm ein besonders symbolträchtiges Projekt: Gemeinsam mit Los Kusis und dem Chorprojekt Schweiz–Bolivien unter der Leitung von Dieter Wagner ging er auf Tournee durch Bolivien. Sie reisten nach Colomi (Cochabamba), Sucre und La Paz und führten zusammen mit bolivianischen Chören Misa Pachamama und Navidad Andina auf.

LEHNER-MUTTER, MANUELA (*1982). Jodlerin – mit 15 Jahren hat Manuela den Jodelgesang für sich entdeckt. Die eigene, archaische Singweise, so wie die schillernden Trachten begeisterten sie. Neben etlichen Auftritten als Solojodlerin begeistert Sie auch das Publikum mit Kleinformationen, welche alle durch ihren einzigartigen Stil geprägt sind. Sängerin – neben dem Jodelgesang begeistert sie sich auch für andere Stilrichtungen, welche sie beherrscht. Musikpädagogin – als ausgebildete Musikpädagogin mit Vertiefung Schulmusik 1 unterrichtet sie Kinder und Jugendliche. Neben verschiedenen Stellen als Musiklehrerin gibt sie auch Unterricht im Jodelgesang, Popgesang, Gitarre, und erteilt Stimmbildung für verschieden Chöre. Chorleiterin –studierte an der ZHdK bei Dr. Stephan Klarer Chorleitung. Mittlerweile leitet sie 4 Chöre, davon 3 Jodelchöre. Komponistin – das Komponieren und Arrangieren ist eine Leidenschaft von ihr. Die meisten entstandenen Kompositionen sind Jodellieder und Natrujodel mit Bezug zum Wallis.

BRANTSCHEN, GREGOR (1894-1987), geboren in Randa (VS), der 'Liederpfarrer', empfing die Priesterweihe 1919, war Pfarrer von Blatten im Lötschental, danach über 50 jahre Pfarrer von Zermatt. Erhielt seine musikalische Ausbildung zunächst von seinem Vater, einem versierten und vielseitigen Musiker und Organisten, danach bei Gustav Zimmermann, Charles Haenni und Johann Imahorn. Neben zahlreichen Kompositionen religiösen Inhalts sind v.a. seine weltlichen Lieder, deren Texte auch er selber verfasste, zum Volksgut geworden. Mit seinem Zermatter Trachtenchor wurden diese vom Radio und Fernsehen aufgezeichnet. Mitarbeit bei Liedersammlungen für Schule und Kirche. 1957 Oberwalliser Kulturpreis des Rottenbundes. Zu Brantschens bekanntesten Liedschöpfungen gehören das 'Lied der Alpenrose', 'Lied vom Hirtenknab', 'Der Geissbüäb' und 'Mis Heimatderfji'.

BURGENER, GERMAN, geboren 1936 in Zermatt, Matura am Kollegium St. Fidelis in Stans, Theologiestudium am Seminar Sitten und an der Universität Innsbruck. Priesterweihe 1962. Vikar in Brig, Pfarrer in Susten, Saas-Fee, Törbel und Gampel. Zusammen mit seinem Bruder Karl Burgener und seiner Schwester Lea Imboden-Burgener gab er das "Walliser Liederbuch" heraus. German Burgener komponierte neben Chorgesängen und Volksliedern auch Märsche, Ländler, Walzer, Polkas und Mazurkas, die er in der Sammlung "Melodien aus dem Oberwallis" gedruckt zugänglich machte.

BURGENER, KARL (1918-94), ist in Zermatt geboren, 1939 Matura am Kollegium Spiritus Sanctus in Brig, 1939-44 am Priesterseminar in Sitten, Priesterweihe 1943, Pfarrer in Saas-Grund, St. Niklaus und Herbriggen, Musikausbildung bei Charles Haenni in Sitten und am Konservatorium Fribourg, Dirigent von Kirchenchören und Blasmusiken, schuf eine grosse Zahl religiöser Kompositionen: Messen, Offertorien, Motetten - daneben aber auch eine Menge weltlicher Lieder, als bekannteste 'Älplertanz', 'Sehnsucht nach dem Wallis', 'Mein Dorf St. Niklaus'. Mit seinen Geschwistern Mitherausgeber des 1983 im Rottenverlages erschienenen "Walliser Liederbuches", Verfasser von Werken zur Geschichte der ihm anvertrauten Pfarreien und Kirchen und des Oberwalliser Cäcilienverbandes, Mitbegründer des Schweizerischen Katholischen Kirchenmusik Verbandes, Diözesanvertreter im Allgemeinen Cäcilienverband der Länder deutscher Sprache. Burgener schrieb die meisten seiner Texte selber. 1994 verstorben. https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Burgener

HAGEN, JAVIER (*1971)

IMHOF, ADOLF (1906-76) gründete 1957 den Oberwalliser Volksliederchor und war dessen Dirigent bis 1964. Sohn des Schmiedemeisters und Volksliedersammlers Josef-Marie Imhof. Studierte Philosophie an der Gregoriana in Rom und Theologie in Sitten, 1933 Vikar in Glis und 1939 Kaplan in Brig. Fortsetzung des Studiums an der nach Sitten exilierten Theologischen Fakultät der Universität Innsbruck. 1957-70 Lehrer für Deutsch, Latein und Französisch am Kollegium Brig. Von 1933-39 Harmonielehre und Komposition bei Charles Haenni in Sitten. Imhof schrieb zahlreiche Chorlieder, Duette, Tänze und Märsche, deren Texte, meist in Mundart, er auch selber verfasste. Sein populärstes Werk ist das Singspiel 'Im Gantertal' - Lieder wie 'Abschied vom Gantertal' - 'Bortellied' - 'z'Heimfahri' - 'zer Taferna' sind längst zu Volksliedern geworden. 1975 Kulturpreis der Stadt Brig. 1982 wurde ihm post mortem in Bern der 'Goldene Tell' in Anerkennung seiner Verdienste um das Volkslied verliehen.

MEIER, EUGEN (*1934), als Dirigent von Orchestern, Chören und Blaskapellen, als verständnisvoller Musiklehrer wie Leiter legendärer Operettenaufführungen, als weitsichtiger Mitbegründer der Oberwalliser Musikschule oder entscheidender Mitinitiant der Kulturzentrums La Poste hat der ehemalige Visper Musikdirektor (1962-99) das musikalische Oberwallis in den vergangenen 40 jahren geprägt wie kaum ein Zweiter. Der gebürtige Würenlinger studierte an der Musikakademie Zürich Orgel und bildete sich zum Kapellmeister mit Chorleiter- und Sologesangsdiplom an der Akademie für Musik und Darstellende Kunst in Wien weiter. Eine Vielzahl populärer wie anspruchvoller Kompositionen, die zuletzt 2004 beim Wettbewerb des Schweizerischen Chorverbandes mit einem 1. Preis ausgezeichnet wurden, lebt im Repertoire vieler Chöre weiter - genannt seien 'Di hibschi Ziit', 'Weischus dü', der Liederzyklus 'Lieder aus dem Tal' sowie zahlreiche Kompositionsaufträge, zuletzt zum 100jährigen Jubiläum des Simplontunnels oder im Rahmen des Pro Helvetia Programmes 'Kaleidoschorales'. https://de.wikipedia.org/wiki/Eugen_Meier_(Komponist)

RUPPEN, STEFAN (*1959), aus Naters, Studium an der Swiss Jazz School in Bern. Nach der Ausbildung als Sekundarlehrer und Schulmusiker in Bern Studium in Chorleitung und Schulmusik an der Akademie für Schul- und Kirchenmusik Luzern. Von 1984 bis 1991 Musiklehrer an der Orientierungsschule in Visp, 1987 bis 1991 Klavierlehrer an der Oberwalliser Musikschule. Seit 1992 ist er Musikprofessor am Kollegium Spiritus Sanctus in Brig und Pianist bei der „Alex Rüedi Big Band“ und der „Jazz GmbH“. Dirigent der Spirit Singers und des Kirchenchores Glis, 1998 Kulturpreisträger des Kantons Wallis. Als Komponist und Arrangeur äusserst vielseitig - neben der Blattner-Oper 2007 sind seine Lieder nach Gedichten von Hubert Theler äusserst populär.

Die Geschichte des OBERWALLISER VOLKSLIEDERCHORS ist untrennbar mit derjenigen des'Liederkaplans' Adolf Imhof und der Geschichte des Singspiels im Wallis verbunden. Als Adolf Imhof - ein Theaterbegeisterter von Jugend auf - im Januar 1957 mit einem grossen gemischten Chor seine Lieder beim Radio in Bern einspielte und diese mit grossem Erfolg über den Äther zu hören waren, äusserten zahlreiche Liebhaber des Volksliedes beidseits des Lötschbergs den Wunsch, der Chor solle sich zu einem Verein zusammenschliessen. Im darauffolgenden März 1957 fand bereits die Gründungsversammlung statt. Adolf Imhof wurde der erste Dirigent, der Volksdichter Dr. Ludwig Imesch der 1. Präsident des neugetauften Oberwalliser Volksliederchores. Seitdem sind bald 70 erlebnisreiche Jahre vergangen. Zahllose Lieder wurden für den Volksliederchor geschrieben und aufgeführt. Als Botschafter des Wallis trat er bei den Walsertreffen in Italien, Österreich und Lichtenstein auf, schweizweit im Rahmen der Walliservereinigungen, aber auch im prominenten Berner Kursaal und Casino. 1971-74 spielte er nicht weniger als 4 Platten mit Liedern von Adolf Imhof beim Schweizer Radio in Bern ein, bis 1995 sollten 5 weitere Einspielungen mit Felix Schmid und Franz Weissen folgen. Glanzvolle Aufführungen erlebten die Singspiele 'Im Gantertal' 1968/82/92, 'Dorftanz' 1985, 'Gratzug' 1991 und 'Der letzte Sander' 2000. 1975 wirkten die Mitglieder des Oberwalliser Volksliederchores als Statisten im Walt Disney Film 'Barry'. Weitere Fernsehauftritte erfolgten 1966-85 im Rahmen von Sendungen wie 'Chum und lueg', 'Grüezi mitenand', 'Frohe Klänge aus dem Oberwallis', 'Äs heiters Gmiet' und 'Fyrabig' - 1983 dokumentierte sogar das belgische Fernsehen die Auftritte des Oberwalliser Volksliederchores. 1965 kommt ihm die Ehre zu, beim Empfang des Königs Frederik von Dänemark in Brig im Beisein des Bundespräsidenten Tschudi zu singen, deren Lob und Glückwunsch sind Ehrenzeichen in der Geschichte des Chores. Unter den Dirigenten finden wir nach Adolf Imhof (1957-64) die Nachfolger Felix Schmid (1964-87), Franz Weissen (1987-2001, 2014-19), Urs Tenisch (2001-06), Javier Hagen (2006-13 und wieder seit 2023) und Elmar Rittiner (2019-22), die als Dichter wie Komponisten bleibende musikalische Spuren beim Volksliederchor wie im ganzen Oberwallis hinterlassen haben. Mit Javier Hagen tritt der Volksliederchor wieder regelmässig am Schweizer Radio und Fernsehen auf (SR DRS, RSR Espace 2, RSR la première, RRO, SF1 Bsuech us, Canal 9, Tele Oberwallis) und erlangt damit auch schweizweite Aufmerksamkeit. Höhepunkte mit ihm sind ferner die Auftritte an der Seite von Cool a cappella (Seoul) 2010, mit dem Grammygewinner Huang Ruo (New York/Shanghai) 2011, den arabischen Popstars Wael Sami El Kholi 2012/2025 (Kairo) und Bahur Ghazi (Damaskus) 2012, dem lettischen Vokalensemble Putni (Riga) 2013, der Mundartband ds Personal 2010-13, oder zusammen mit dem Mainzer Domchor am 1. Internationalen AlpenChorFestival 2008, ferner die unvergesslichen Auftritte zusammen mit den Visper Kindern vor ausverkauften Rängen im Theater La Poste in Visp anlässlich des Forum Wallis 2010/11, die Übergabe des Kulturpreises an Hagen 2013, sowie die ehrenvollen Resultate am kantonalen Gesangsfest in Fully 2011. Der Oberwalliser Volksliederchor bringt Sängerinnen und Sänger aus dem ganzen Oberwallis zusammen. Er fördert und pflegt das Walliser Volksliedergut und ist ausserdem Gründer der Stiftung zur Förderung der Jugendchöre im Oberwallis und wird aktuell von Herbert Kalbermatter präsidiert. Der Oberwalliser Volksliederchor tritt in der Walliser Werktagstracht auf, beim geselligen Zusammensein intoniert er gern selbst in kleinster Runde seine heiteren, fröhlichen und besinnlichen Lieder - und mit etwas Glück lassen sich diese spätabends nach den Proben in den Kneipen der Briger Altstadt vernehmen!

 

Eintritt frei (Kollekte)
Reservation: office@forumvalais.ch

Link zur Website: https://forumwallis.ch/programm-2026volkslieder.htm

Veranstaltungsdaten

Juni 2026
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Juli 2026
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Durchführungsdatum Kein Durchführungsdatum

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Eventinformationen

Lokalität

Pfarrkirche Himmelfahrt Mariens
3985 Münster VS

Veranstalter

Rubrik

Art der Veranstaltung
KonzertFestival

Veranstaltungsort

3985 Münster VS Route planen ÖV Fahrplan

Datum

So, 28.06.2026, 18:00 - 19:30
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Freier Eintritt, Reservation, Gratis mit Kultur-GA, Gratis mit Pass Bienvenue

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Veranstaltungsort

Pfarrkirche Himmelfahrt Mariens

3985 Münster VS

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