PROGRAMM
Walliser Volkslieder in bekannten und neuen Arrangements (UA) zum Zuhören und Mitsingen, gespiegelt an alter und neuer (UA) bolivianischer Volksmusik, Werke von Bregy, Meier, Lehner-Mutter, Imhof, Burgener/Hagen, Brantschen, Ruppen. Diese Konzerte finden im Rahmen des Programms "Volksliädär leeru und schi in er Famili singu" statt, zur Popularisierung des oberwalliser Volksliederguts.
MITWIRKENDE
Oberwalliser Volksliederchor
Juan Arnez (Los Kusis de Bolivia)
UMS'nJIP
LIEDERFOLGE
Land am Rottu (Schmid)
Am Grängjerseeli (trad.)
Ds Rägutropfji (Burgener)
Im stillen Hirtentale (Brantschen)
Morir enamorado (Arnez)
Tradicional (trad.)Navidad del Kanillita (Arnez)
Dr Hirt uf der Alpe Faldum (Bregy)
Weisch no (Ruppen)
Am Brunnen vor dem Tore (Schubert)
Los vivientes (Arnez)
Tradicional (trad.)
Nuestro sueño (Arnez)
Belalplied (trad.)
Guggisbergerlied (trad.)
Weischus dü (Meier)
Kaymanta Chinkasay (Arnez)
Dr Walliser Wässermaa (Lagger)
Tradicional (trad.)
Jesuquito (Arnez)
Münstiger Lied (Lehner-Mutter)
Abschied vom Gantertal (Imhof)
BIOGRAPHIEN
LEHNER-MUTTER, MANUELA (*1982). Jodlerin – mit 15 Jahren hat Manuela den Jodelgesang für sich entdeckt. Die eigene, archaische Singweise, so wie die schillernden Trachten begeisterten sie. Neben etlichen Auftritten als Solojodlerin begeistert Sie auch das Publikum mit Kleinformationen, welche alle durch ihren einzigartigen Stil geprägt sind. Sängerin – neben dem Jodelgesang begeistert sie sich auch für andere Stilrichtungen, welche sie beherrscht. Musikpädagogin – als ausgebildete Musikpädagogin mit Vertiefung Schulmusik 1 unterrichtet sie Kinder und Jugendliche. Neben verschiedenen Stellen als Musiklehrerin gibt sie auch Unterricht im Jodelgesang, Popgesang, Gitarre, und erteilt Stimmbildung für verschieden Chöre. Chorleiterin –studierte an der ZHdK bei Dr. Stephan Klarer Chorleitung. Mittlerweile leitet sie 4 Chöre, davon 3 Jodelchöre. Komponistin – das Komponieren und Arrangieren ist eine Leidenschaft von ihr. Die meisten entstandenen Kompositionen sind Jodellieder und Natrujodel mit Bezug zum Wallis.
BRANTSCHEN, GREGOR (1894-1987), geboren in Randa (VS), der 'Liederpfarrer', empfing die Priesterweihe 1919, war Pfarrer von Blatten im Lötschental, danach über 50 jahre Pfarrer von Zermatt. Erhielt seine musikalische Ausbildung zunächst von seinem Vater, einem versierten und vielseitigen Musiker und Organisten, danach bei Gustav Zimmermann, Charles Haenni und Johann Imahorn. Neben zahlreichen Kompositionen religiösen Inhalts sind v.a. seine weltlichen Lieder, deren Texte auch er selber verfasste, zum Volksgut geworden. Mit seinem Zermatter Trachtenchor wurden diese vom Radio und Fernsehen aufgezeichnet. Mitarbeit bei Liedersammlungen für Schule und Kirche. 1957 Oberwalliser Kulturpreis des Rottenbundes. Zu Brantschens bekanntesten Liedschöpfungen gehören das 'Lied der Alpenrose', 'Lied vom Hirtenknab', 'Der Geissbüäb' und 'Mis Heimatderfji'.
BURGENER, GERMAN, geboren 1936 in Zermatt, Matura am Kollegium St. Fidelis in Stans, Theologiestudium am Seminar Sitten und an der Universität Innsbruck. Priesterweihe 1962. Vikar in Brig, Pfarrer in Susten, Saas-Fee, Törbel und Gampel. Zusammen mit seinem Bruder Karl Burgener und seiner Schwester Lea Imboden-Burgener gab er das "Walliser Liederbuch" heraus. German Burgener komponierte neben Chorgesängen und Volksliedern auch Märsche, Ländler, Walzer, Polkas und Mazurkas, die er in der Sammlung "Melodien aus dem Oberwallis" gedruckt zugänglich machte.
BURGENER, KARL (1918-94), ist in Zermatt geboren, 1939 Matura am Kollegium Spiritus Sanctus in Brig, 1939-44 am Priesterseminar in Sitten, Priesterweihe 1943, Pfarrer in Saas-Grund, St. Niklaus und Herbriggen, Musikausbildung bei Charles Haenni in Sitten und am Konservatorium Fribourg, Dirigent von Kirchenchören und Blasmusiken, schuf eine grosse Zahl religiöser Kompositionen: Messen, Offertorien, Motetten - daneben aber auch eine Menge weltlicher Lieder, als bekannteste 'Älplertanz', 'Sehnsucht nach dem Wallis', 'Mein Dorf St. Niklaus'. Mit seinen Geschwistern Mitherausgeber des 1983 im Rottenverlages erschienenen "Walliser Liederbuches", Verfasser von Werken zur Geschichte der ihm anvertrauten Pfarreien und Kirchen und des Oberwalliser Cäcilienverbandes, Mitbegründer des Schweizerischen Katholischen Kirchenmusik Verbandes, Diözesanvertreter im Allgemeinen Cäcilienverband der Länder deutscher Sprache. Burgener schrieb die meisten seiner Texte selber. 1994 verstorben. https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Burgener
HAGEN, JAVIER (*1971)
IMHOF, ADOLF (1906-76) gründete 1957 den Oberwalliser Volksliederchor und war dessen Dirigent bis 1964. Sohn des Schmiedemeisters und Volksliedersammlers Josef-Marie Imhof. Studierte Philosophie an der Gregoriana in Rom und Theologie in Sitten, 1933 Vikar in Glis und 1939 Kaplan in Brig. Fortsetzung des Studiums an der nach Sitten exilierten Theologischen Fakultät der Universität Innsbruck. 1957-70 Lehrer für Deutsch, Latein und Französisch am Kollegium Brig. Von 1933-39 Harmonielehre und Komposition bei Charles Haenni in Sitten. Imhof schrieb zahlreiche Chorlieder, Duette, Tänze und Märsche, deren Texte, meist in Mundart, er auch selber verfasste. Sein populärstes Werk ist das Singspiel 'Im Gantertal' - Lieder wie 'Abschied vom Gantertal' - 'Bortellied' - 'z'Heimfahri' - 'zer Taferna' sind längst zu Volksliedern geworden. 1975 Kulturpreis der Stadt Brig. 1982 wurde ihm post mortem in Bern der 'Goldene Tell' in Anerkennung seiner Verdienste um das Volkslied verliehen.
MEIER, EUGEN (*1934), als Dirigent von Orchestern, Chören und Blaskapellen, als verständnisvoller Musiklehrer wie Leiter legendärer Operettenaufführungen, als weitsichtiger Mitbegründer der Oberwalliser Musikschule oder entscheidender Mitinitiant der Kulturzentrums La Poste hat der ehemalige Visper Musikdirektor (1962-99) das musikalische Oberwallis in den vergangenen 40 jahren geprägt wie kaum ein Zweiter. Der gebürtige Würenlinger studierte an der Musikakademie Zürich Orgel und bildete sich zum Kapellmeister mit Chorleiter- und Sologesangsdiplom an der Akademie für Musik und Darstellende Kunst in Wien weiter. Eine Vielzahl populärer wie anspruchvoller Kompositionen, die zuletzt 2004 beim Wettbewerb des Schweizerischen Chorverbandes mit einem 1. Preis ausgezeichnet wurden, lebt im Repertoire vieler Chöre weiter - genannt seien 'Di hibschi Ziit', 'Weischus dü', der Liederzyklus 'Lieder aus dem Tal' sowie zahlreiche Kompositionsaufträge, zuletzt zum 100jährigen Jubiläum des Simplontunnels oder im Rahmen des Pro Helvetia Programmes 'Kaleidoschorales'. https://de.wikipedia.org/wiki/Eugen_Meier_(Komponist)
RUPPEN, STEFAN (*1959), aus Naters, Studium an der Swiss Jazz School in Bern. Nach der Ausbildung als Sekundarlehrer und Schulmusiker in Bern Studium in Chorleitung und Schulmusik an der Akademie für Schul- und Kirchenmusik Luzern. Von 1984 bis 1991 Musiklehrer an der Orientierungsschule in Visp, 1987 bis 1991 Klavierlehrer an der Oberwalliser Musikschule. Seit 1992 ist er Musikprofessor am Kollegium Spiritus Sanctus in Brig und Pianist bei der „Alex Rüedi Big Band“ und der „Jazz GmbH“. Dirigent der Spirit Singers und des Kirchenchores Glis, 1998 Kulturpreisträger des Kantons Wallis. Als Komponist und Arrangeur äusserst vielseitig - neben der Blattner-Oper 2007 sind seine Lieder nach Gedichten von Hubert Theler äusserst populär.
Eintritt frei (Kollekte)
Reservation: office@forumvalais.ch
Link zur Website: https://forumwallis.ch/programm-2026volkslieder.htm